Der Gott des Gemetzels

Buch: Yasmina Reza, Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel
Regie: Jule Ronstedt
Besetzung: Michele Cuciuffo, Mara Widmann, Thorsten Krohn, Lucca Züchner
Bühne und Kostüme: Andrea Uhmann
Musik: Peter Horn
Regieassistenz: Pauline Mainzer
Premiere: 28. Juni 2025 im Schloss Eichhof, Theaterfestspiele Bad Hersfeld
Bereits 2006 hat Yasmina Reza ihre Erfolgskomödie „Der Gott des Gemetzels“ geschrieben. Heute, fast zwanzig Jahre später, ist sie aktueller denn je. Denn hier wird in einem Wohnzimmer anhand der Auseinandersetzung zweier Ehepaare über den Streit ihrer Kinder mikroskopisch vorgeführt, wie Konflikte geschürt, statt beigelegt werden. Dass Kriege entstehen, wenn Kommunikation aneinander vorbei geht. Was passieren kann, wenn Missverständnisse nicht geklärt, Entschuldigungen nicht angenommen werden. Das Streitereien nicht beigelegt werden können, wenn Fehler nicht zugegeben, besprochen und verziehen werden. Lösungen nicht gefunden werden, wenn auf festgefahrenen Standpunkten beharrt wird.
Derzeit sehen wir das täglich mit Schrecken in den Nachrichten.
Auch Worte sind Waffen und verletzen, das wird hier sehr deutlich. Diese Komödie ist also hochexplosiv! Yasemina Reza hat mit „Der Gott des Gemetzels“ einen modernen Klassiker geschrieben, der nicht nur fabelhaft unsere menschlichen Schwächen bloßlegt, sondern gleichzeitig komisch und bitterböse unterhält.
Und uns vielleicht lehrt, dass Perspektivwechsel, Empathie, Menschlichkeit, die einzigen Mittel bleiben, um friedlich miteinander – oder nebeneinander – zu leben.
„…ein kurzweiliges Theaterspektakel!“
„Das Sofa. Die Konventionen. …darauf (auf Boulevard) lässt sich die Regisseurin Jule Ronstedt nicht ein, das ist nicht zum Kaputtlachen., das ist zum Staunen über die Volten des menschlichen Egoismis.“
Judith v. Sternburg, Frankfurter Rundschau, 2.Juli 2025




